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Auszüge aus der Lyrikecke

Ronny Goerner erhielt  am 25.11 2010 den 2. Preis im Kärntner Lyrikwettbewerb!

Eine hochrangige Jury : Frau Mag. Ilse Gerhart, Herr Dr. Richard Götz , Herr Mag. Fabjan Hafner, Herr Manfred Posch,  Herr Dr. Günter Schmidauer, und last not least Josef Winkler, der Georg-Büchner-Preisträger überreichte die Preise.

Hier einige Kostproben aus meiner Lyrikecke:

Tod hat sich nur ein Versteck gewählt,
verborgen in Rissen,
unter Flechten,
im Ring der Brautleute,
im Brechen des Brotes,
im Driften der Schollen,
im Myrthenkranz.
Er entschält sich dem grauen Asphalt.
Heimlich , - zeitlos,
und doch birgt er Vollendung.
Er beraubt inmitten der Fülle,
er entgleitet dich aus Liebesarmen.
Spanne den Raum auf
und erkenne Verheißung.
Er ist der Billeteur,
der große Liebende-
er reißt das Leben ab.

Die efeubewachsene Erde
verspricht dir Lob und Gedenken.
Geh endlich  ,entsteht in Gedanken,
deine Schritte sind längst schon verhallt.
Geh endlich , die Tränen sie haften nicht mehr.
Geh endlich , die leeren Dosen klappern so laut.

Feuchtwarmer und hautbewachsener Ablauf
versucht flüchtigen Heimgang.
Sünden wandern rückwärts ,
in Fieber versenkt.
Gescheitert an Stahlschicht,
gescheitert an Anbetung,
gescheitert an Verlust,
gescheitert an Heuchelei.
Das aufgespießte Gelübde
trägst du vor dir her
wie kalkverschmiertes Blechgeschirr-
dem Besten der alten Leiber gewidmet.
Es fällt und zerklatscht vor dir.
Doch Mahnzeichen des Fortgehens
trägt endlich der Stamm.
Langsam versinkst du in Kreuzigung-
der letztendlichen Vision.

Geh endlich- ich zeichne die Adern nach.
Geh endlich –die  leeren Dosen klappern so laut.
Hängevorrichtung für gespaltene Seelen

Feuchte Haut für Gefälligkeiten bereit ,
Schenkel kündigen Vertrautsein an ,
Stirne haucht immer dir Neigung.
Aufdringliche Hüften zum Geben bereit,
in den Wimpern noch zittert  Erregung.
Bereitschaft driftet in warme Gewässer
und kreist wieder im Frauenleib.
In der Tiefe der samtenen Barriere
erfüllt sich unerfülltes Sein.
Im Gebirge aus Weichteilen wird Häuselbauers
Sicherheitsgurt gelöst.

Doch im Gekräusel der Haare hängen Fragen,
hängt schon Winter.
Rissige Haut verfremdet  Körpercode:
Schultern sie scheuen Notwendigkeit,
und Wangen die sich langweilen
streifen Lippen, vertiefend im Nein.
Leben ist lange schon ausgeblüht,
und Liebe nicht himmelfähig.
Kein Dank und kein Lob den Liebenden winkt.

Den Saum des Herzens in Aftershave getaucht.
Auf die Mistgabel die Küsse gehäuft,
auf Spaltung die Myrthen gelegt.
Ich bin glücklich
über die Steilheit meines Abgrundes.
Über das Brandmal in der Tiefe.
Über das gelbe Gesicht da unten das mich grüßt.
Über geliebte Schmerzen auf denen ich ruhe.

Hörst Du das Rauschen des Dammbruches
du wollende Frau-
gehe verzopfte Vergangenheit ab.

Schreite in den Sturm und du bist geheilt,
schreite in den Sturm dann hört das Büßen auf.